Mobilfunkprovidern verzeichnen Datenrekorde während der EM
Die Fußball-Europameisterschaft 2024 bringt nicht nur spannende Partien und emotionelle Momente, sondern auch einen starken Boost für die Mobilfunkprovidern. Deutsche Mobilfunkbetreiber wie Vodafone, Telekom und Telefónica verzeichnen während der EM bisher ungeschwindigste Datenrekorde.
Im Telekom-Netz wurden bundesweit rund 260 Millionen GByte an Daten transportiert, laut Mitteilung der Deutschen Telekom. Besonders am 5. Juli waren Telekom-Nutzer im aktiven Internet fleißig: 10,7 Millionen GByte liefen an diesem Tag mit den Begegnungen Spanien gegen Deutschland und Portugal gegen Frankreich durch das Telekom-Netz.
Vodafone verzeichnete ebenfalls einen Datenrekord. Im Viertelfinale Deutschland gegen Spanien transportierte das Mobilfunknetz von Vodafone mehr Daten als je zuvor – 175 TByte in einer Viertelstunde, was 50 Prozent mehr ist als an Freitagabenden üblich. Insgesamt sollen zwischen dem 14. Juni und dem 11. Juli mehr als 225.000 TByte durch das Vodafone-Netz gelaufen sein.
Telefónica, der Betreiber des O2-Netzes, meldete sogar 420 Millionen GByte an mobilen Daten durch die Leitung seit EM-Start. Besonders viele Daten wurden während des Achtelfinales Deutschland gegen Spanien genutzt, darauf folgen weitere Deutschlandspiele. Die Begegnung zwischen den Niederlanden und England landete als erste Partie ohne deutsche Beteiligung auf Platz 4 im Traffic-Ranking von O2, das Spiel Türkei gegen Österreich schaffte es nur auf Platz 8.
Diese enormen Datenmengen sind nicht nur auf die Fußballfans zurückzuführen, sondern auch auf die immer weiter verbreiteten Livestreams der Spiele. Die Deutschen Telekom, Vodafone und O2-Betreiber Telefónica haben sich in den letzten Jahren intensiv auf die Entwicklung ihrer Mobilfunknetze und -technologien konzentriert, um sicherzustellen, dass die Nutzer ihre Daten schnell und effizient übertragen können.
Die hohen Datenmengen während der EM belegen jedoch auch die Notwendigkeit weiterer Investitionen in die Mobilfunkinfrastruktur, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Die Provider müssen sich daher auf die Herausforderungen vorbereiten, die durch die weitere Verbreitung von Livestreams und das Wachstum der Mobilfunknutzung entstehen werden.
Insgesamt bedeuten diese Datenrekorde jedoch auch, dass die Mobilfunkprovidern in der Lage sind, die hohen Anforderungen der Fußball-Europameisterschaft 2024 zu erfüllen und den Nutzern eine stabile und schnelle Verbindung zur Verfügung zu stellen.